Gesundheit

So finden Sie den passenden Schreibtischstuhl

Wer schlecht sitzt und ganz verspannt ist, kann weniger leisten. Ein passender Bürostuhl ist daher eine gute Investition. Auf diese Eigenschaften kommt es an.

Von Henrik Bröker

18 Januar 2021, 17:09 Uhr

Sitzen ist eine hohe Belastung für den Körper und insbesondere für den Rücken. Wer nicht gerade an einem höhenverstellbaren Schreibtisch arbeitet und regelmäßig ins Stehen wechselt, sitzt im Schnitt etwa siebeneinhalb Stunden am Tag. Daher sollte der Arbeitsplatz so ergonomisch wie möglich ausgestattet sein. Trotzdem ist ein wackeliger und unbequemer Schreibtischstuhl für viele Realität. Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Gründen, warum Menschen berufsunfähig werden. 

Ein guter Bürostuhl kann die Belastung der Schreibtischarbeit mindern. Er unterstützt die natürliche Haltung in allen Sitzpositionen und fördert die Bewegung. Das klappt nur, wenn er sich auf Größe und Körperbau seines Nutzers einstellen lässt. Die meisten Schreibtischstühle decken zwar einen Großteil aller Staturen in Deutschland ab, allerdings sind fünf Prozent der Menschen kleiner als 1,51 Meter und fünf Prozent größer als 1,91 Meter. Sie benötigen gegebenenfalls Sonderanfertigungen.

Die Rückenlehne stützt die Wirbelsäule

Die Rückenlehne sollte so gewölbt sein, dass sie die natürliche Krümmung der Wirbelsäule unterstützt. Deshalb übt sie einen leichten Gegendruck aus, damit sie sich gut an den Rücken anschmiegt, ohne zu stark nach vorne zu drücken. Sie muss sie höhenverstellbar sein, wobei die Lehnenoberkante bis zu den Schulterblättern reichen sollte. Eine Lordosenstütze stützt den unteren Bereich der Wirbelsäule und sollte individuell in Stärke und Höhe anpassbar sein. Sinnvoll ist auch eine Kopf- oder Nackenstütze, da sie insbesondere die Halswirbelsäule entlastet. Die Tiefe der Kopfstütze sollte in genau der Position eingestellt werden, in der der Kopf nicht in den Nacken und nicht nach vorne fällt.

Die Sitzfläche animiert zum richten Sitzen

Beim Sitzen sollten die Füße fest auf dem Boden stehen und Ober- und Unterschenkel zueinander einen Winkel von 90 Grad oder mehr bilden. Die Sitzhöhe sollte sich daher in der Höhe verstellen lassen, so dass sie zur Beinlänge passt. Die Sitztiefe, also der Abstand zwischen der unteren Rückenlehne und der Vorderkante der Sitzfläche, sollte den Oberschenkeln genügend Auflagefläche bieten. Eine abgerundete Sitzvorderkante und ein vier Finger breiter Raum zwischen der Vorderkante des Sitzes und dem Unterschenkel sorgen dafür, dass  das Blut beim Sitzen gut zirkulieren kann.

Die Sitzfläche fördert ein dynamisches Sitzen, bei dem man öfters die Haltung ändert und sich automatisch mehr bewegt. Das ist gut, denn wer lange in derselben Haltung verharrt, riskiert Verspannungen und Schmerzen. Dazu sollte sie in alle Richtungen kippbar sein und lässt sich horizontal drehen lassen.

Die Armlehne entlastet die Schulter- und Nackenmuskulatur

Beim Sitzen sollte der Winkel zwischen Ober- und Unterarm 90 Grad oder mehr betragen. Die Armlehne muss daher höhenverstellbar sein, damit sie zur individuellen Oberarmlänge passt und der Unterarm sanft aufliegen kann. So entlastet sie die Schulter- und Nackenmuskulatur optimal. Schön ist auch, wenn sie sich in der Breite verstellen lässt, so dass sie zarten und korpulenteren Menschen gerecht wird. Die Armlehne sollte auf gleicher Höhe mit dem Tisch eingestellt sein. Allerdings sollte sie nicht an die Tischkante stoßen und Sie dadurch davon abhalten, mit dem Stuhl ganz an den Tisch heranzurollen.

Die Mechanik unterstützt natürliche Bewegungsabläufe

Viele moderne Bürostühle sind beweglich, so dass sie sich stets den Bewegungen des Sitzenden anpassen. Ein Patentrezept gibt es nicht, entscheidend sind die persönlichen Vorlieben. Bei Stühlen mit sogenannter Wippmechanik sind Rückenlehne und Sitz fest miteinander verbunden, so dass sich beides gemeinsam nach hinten neigt. Bei Stühlen mit Permanentmechanik verharrt der Sitz in seiner Position; die Rückenlehne ist beweglich und lässt sich nach hinten neigen. Der Oberkörper wird dabei in jeder Sitzhaltung gestützt. Dadurch ermüdet man beim Sitzen nicht so schnell und sitzt weniger statisch. Bei Stühlen mit einer Synchronmechanik sind Sitz und Rückenlehne nicht fest miteinander verbunden, aber trotzdem neigbar. Wippt der Sitz nach hinten, neigt sich auch die Lehne. Der Winkel zwischen Oberkörper und Oberschenkel wird dadurch größer. Der Mitarbeiter streckt sich, bewegt die Gelenke, sein Körper wird besser durchblutet.

Die Stuhlrollen passen zum Fußboden

Wählen Sie die Rollen für Ihren neuen Bürostuhl abhängig von der Härte des Fußbodens auswählen: Bei weichem Teppichboden sollten die Stuhlrollen hart, bei hartem Boden möglichst weich sein.

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