Gesundheit

Das optimale Raumklima für effektives Arbeiten

Das Raumklima mag zwar unsichtbar und kaum greifbar sein, es wirkt sich jedoch unmittelbar auf das Wohlbefinden am Arbeitsplatz aus und zählt zu den wichtigsten Faktoren, wenn es um ideale Arbeitsbedingungen und ergonomisches Arbeiten, also die optimale Anpassung des Arbeitsumfeldes an den Menschen, geht.

Von Henrik Bröker

15 September 2021, 13:55 Uhr

Schlechtes Raumklima als Produktivitätsbremse

Unter dem Begriff Raumklima vereinen sich vier Faktoren. Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftqualität und Luftdynamik bilden zusammen das Klima im Raum. Ein schlechtes Raumklima im Büro wirkt sich negativ auf die Arbeitsleistung aus, denn gesundheitliche Probleme oder schlicht und einfach ein Unwohlsein führen dazu, dass die Leistungsfähigkeit leidet, die Motivation abnimmt und die Produktivität sinkt. Durch meist kleine Maßnahmen lässt sich aber ein optimales Raumklima im Büro schaffen und so ist ein wichtiger Grundstein für ergonomisches Arbeiten gelegt.

Raumtemperatur: Wie warm oder kalt sollte es im Büro sein?

Optimale Bedingungen am Arbeitsplatz sind mit einer Temperatur um die 21°C gegeben. Als Richtwert gilt die Spanne zwischen 18°C und 24°C, die nicht unter- beziehungsweise überschritten werden sollte. Es gilt außerdem, größere Temperaturschwankungen zu vermeiden, da diese vom Körper viel Kraftaufwand zur Anpassung benötigen, die eigentlich in die Arbeitsleistung fließen sollte. Durch direkte Sonneneinstrahlung kann sich das Büro besonders in Sommermonaten sehr schnell aufheizen. Besonders wer das Home-Office im Dachgeschoss bezogen hat, wird die negativen Auswirkungen von zu hoher Raumtemperatur sehr schnell am eigenen Leib erfahren. Ab 35°C ist ein Raum offiziell nicht mehr als Arbeitsraum geeignet. So gilt es: Die Sonne abschirmen so gut es geht. Rollos, Jalousien oder Klebefolien am Fenster schaffen hier Abhilfe, ein Ventilator sorgt für eine bessere Umverteilung und Abkühlung der warmen Luft. Bei dauerhaft zu hohen Temperaturen kann eine Klimaanlage eine lohnende Investition sein. Im Winter wird die Temperatur über die Heizung gesteuert. Allerdings kann je nach Standplatz des Schreibtischs die Wärme ungleich verteilt sein. In kalten Ecken sorgt dann ein Heizstrahler für wohlige Wärme.

Luftfeuchtigkeit: Wie vermeide ich zu trockene und zu feuchte Raumluft?

Die gefühlte Temperatur im Büro hängt zu großen Teilen auch von der Luftfeuchtigkeit ab. Eine Wetterstation gibt wertvolle Hinweise, ob die Raumluft zu trocken oder zu feucht ist. Bei zu hoher Feuchtigkeit leiden besonders Allergiker und Asthmatiker und es bildet sich schnell gesundheitsschädlicher Schimmel. Aber auch zu trockene Luft schadet: Brennende Augen und trockene Schleimhäute sind erste Anzeichen und sorgen für eine höhere Anfälligkeit für Krankheitserreger, die sich in der trockenen Luft zudem schneller verbreiten. Luftbefeuchter beziehungsweise Luftentfeuchter bringen das Raumklima wieder in die Balance, wenn regelmäßiges Lüften oder eine Wasserschale auf der Heizung nicht ausreichen. Der Zielwert sollte idealerweise bei 50% liegen, 40 bis 65% Luftfeuchtigkeit sind aber absolut im Rahmen.

Luftqualität: Wie steigere ich die Luftqualität im Büro?

Die Qualität der Luft im Büro kann von vielen kleinen Faktoren beeinträchtig werden. Unbedingt zu vermeiden ist es, Drucker oder Kopierer im Raum aufzustellen, da diese gesundheitsschädliche Schadstoffe freisetzen. Auch Staub schädigt die Luftqualität, ebenso wie Gerüche. Die wichtigste Maßnahme für gute Luft im Büro ist regelmäßiges Lüften, aber auch luftreinigende Pflanzen für das Büro sind nicht nur schön anzusehen, sondern entnehmen der Luft CO2 und verwandeln es in frischen Sauerstoff. Wenn diese natürlichen Luftfilter nicht ausreichen, kann ein Luftbefeuchter mit Filter die richtige Wahl sein.

Luftdynamik: Wie sorge ich für optimale Luftbewegung?

Die Luft steht im Büro oder es zieht wie Hechtsuppe? Hier muss dringend Abhilfe geschaffen werden. Die Luft muss in Bewegung bleiben, idealerweise mit einer Geschwindigkeit von 0,1 bis 0,15 m/s. Frischluft durch das Fenster hereinzulassen ist auch für die optimale Luftdynamik die einfachste Maßnahme. Durchzug über diagonal verteilte Fenster im Raum ist die beste Lösung, um Bewegung in die Raumluft zu bringen ohne Zugluft zu riskieren, die zum Beispiel schnell zu Augenentzündungen führt. Wenn dies aus baulichen Gründen nicht möglich ist, kann ein Ventilator die frische Luft im Raum verteilen.

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