- Wichtig ist nicht der „beste“ Kanal, sondern klare Regeln: welches Kommunikationstool für welchen Zweck genutzt wird, um Tool‑Wildwuchs und Durcheinander zu vermeiden.
- Jedes Teammitglied muss das gewählte Tool technisch und organisatorisch nutzen können; außerdem braucht es Headset, Webcam und eine gute Internetverbindung.
- Viele Tools bieten ähnliche Basisfunktionen (Live‑Chat, Anrufe/Video, Kanäle); achten Sie bei der Auswahl gegebenenfalls auf DSGVO‑Kompatibilität.
- Slack punktet mit Suche und Auffindbarkeit von Inhalten (in der Gratisversion bis 10.000 Nachrichten durchsuchbar), während Microsoft Teams durch Office365‑Integration, OneNote‑Einbindung und Features wie Hintergrund‑Blur überzeugt.
- Discord/Teamspeak eignen sich für große Sprachgruppen und „Verweilen“ in Kanälen (Discord mit Screen‑Sharing/Video, aber 8‑MB‑Uploadlimit), GoToMeeting ist ein Meetingraum per Link, Zoom ist stabil für Videokonferenzen/Webinare (gratis 100 Personen/40 Minuten) und Skype bietet eine eigene Telefonnummer sowie Screen‑Sharing (Skype for Business mit Audiomitschnitten).
Die Auswahl an Kommunikationstools ist riesig. Ob Messenger, Dienste für Videokonferenzen oder die gute alte Email – jeder Kommunikationsweg hat Stärken, die ihn für bestimmte Aufgaben eigen. Ob sich das gesamte Team über eine gemeinsame WhatsApp Gruppe austauscht oder einen morgendlichen Jour fixe per Telefon abhält, ist am Ende des Tages völlig egal. Wichtig sind nur zwei Sachen: dass a) definiert ist, welches Tool für welchen Zweck genutzt wird. Zu viele Messenger im Auge behalten zu müssen, bringt nämlich Durcheinander in den Arbeitsalltag. Und b) dass es jedes Teammitglied nutzen kann – was sowohl die technische Komponente, als auch die schulische umfasst. Außerdem benötigen alle ein Headset, eine Webcam und eine gute Internetverbindung.

Einige Funktionen finden sich bei nahezu allen Anbietern: Live-Chats und die Möglichkeit, einzelne Teammitglieder über die Anwendung anzurufen (inkl. Videoübertragung). Auch die Möglichkeit, für verschiedene Themen, Abteilungen oder Projekte einzelne Kanäle einzurichten, gibt es oft. Bei den folgenden Vorstellungen möchte ich daher nur auf die wesentlichen Alleinstellungsmerkmale eingehen. Welches Tool auch immer es wird: achten Sie gegebenenfalls auf die DSGVO-Kompatibilität.
Slack mit guter Suchfunktion
Mit Slack ist es möglich, private Nachrichten an einzelne Teammitglieder zu schicken. Gruppenanrufe sind in der freien Version nicht verfügbar. In der kostenfreien Version können „nur“ die jüngsten 10.000 Nachrichten angezeigt und durchsucht werden. Auf diese Weise lassen sich beispielsweise Dokumente wiederfinden. Die Kommunikation ist über dieses Limit hinaus aber weiterhin problemlos möglich.

Teams punktet mit Kompatibilität
Microsoft Teams ist Teil der Office365-Suite und daher besonders für diejenigen interessant, die bereits mit anderen Office-Komponenten arbeiten. In Teams lassen sich nämlich andere Programme integrieren, wie etwa das OneNote-Notizbuch. Auf diese Weise wird Teams zu einem individuellen und effizienten Arbeitsplatz. Audio-Mitschnitte werden unterstützt. Schön fürs Homeoffice: der Hintergrund lässt sich weichzeichnen oder durch eines der bereitgestellten Bilder oder eine eigene Fotos ersetzen. So bleibt das unaufgeräumte Arbeitszimmer verborgen.
Discord und TS zum Verweilen
Discord und Teamspeak (TS) wurden eigentlich für Gamer entwickelt. Der Schwerpunkt liegt daher nicht auf dem Austausch von Daten, sondern darauf, dass große Gruppen miteinander reden können. In beide Anwendungen kann man sich einloggen und in verschiedenen Kanälen verweilen. Tut sich dort was, bekommt man es mit. In Discord sind auch Screen-Sharing und Videochats möglich, es hat aber ein Limit für das Hochladen von Dateien von 8 MB. Discord ist kostenlos. Teamspeak auch, allerdings fallen Kosten für den Server an.
GoToMeeting als virtueller Meetingraum
GoToMeeting ist nicht zum Verweilen gedacht. Es handelt sich um einen virtuellen Meetingraum für Online-Besprechungen, Desktop-Freigabe und Videokonferenzen, dem man über einen Link beitreten kann. Audio-Mitschnitte sind möglich. Als GoToMeeting-Moderator können Sie Ihren Bildschirm teilen und die Moderatorenrolle bei Bedarf weitergeben.

Zoom für Webinare und Videokonferenzen
Zoom bietet umfangreiche Funktionen für Videoanrufe. In der kostenfreien Version können Sie Videotelefonate mit bis zu 100 Personen starten, die allerdings nur 40 Minuten dauern dürfen. Wer mehr Zeit braucht, muss ein kostenpflichtiges Abo abschließen oder einfach ein neues Zoom-Meeting starten. Es zeichnet sich durch eine gute Verbindungsqualität aus und läuft sehr stabil.
Skype mit eigener Telefonnummer
Skype ermöglicht es, eine eigene Telefonnummer einzurichten. Damit sind Sie auch unterwegs für Daheimgebliebene zum Ortstarif erreichbar, die Sie vom Mobiltelefon oder Festnetz aus anrufen wollen. Rufen Sie mit Skype selbst Mobil- oder Festnetztelefone an, fallen Kosten an. Die sonstige Nutzung ist kostenlos. Skype unterstützt Screen-Sharing. Skype for Business ermöglicht Audiomitschnitte.
3-in-1 Wireless Charger
Ergonomische Stehhilfe orange
FAQ – Häufige Fragen zum Thema
Warum ist es wichtig, im Team festzulegen, welches Kommunikationstool wofür genutzt wird?
Wenn mehrere Messenger und Kanäle parallel genutzt werden, entsteht schnell Durcheinander im Arbeitsalltag. Deshalb sollte klar definiert sein, welches Tool für welchen Zweck zuständig ist (z. B. schnelle Abstimmung, Meetings, Projektkanäle). So bleiben Informationen auffindbar und die Kommunikation konsistent.
Welche Voraussetzungen braucht das Team, damit die Tools gut funktionieren?
Jedes Teammitglied muss das jeweilige Tool nutzen können – sowohl technisch als auch durch ausreichende Einweisung. Außerdem benötigen alle ein Headset, eine Webcam und eine gute Internetverbindung. Nur so funktionieren Video- und Audioanrufe zuverlässig.
Welche Funktionen haben viele Kommunikationstools gemeinsam?
Bei vielen Anbietern sind Live-Chats sowie Anrufe zwischen Teammitgliedern (oft auch mit Video) Standard. Häufig gibt es zudem Kanäle für Themen, Abteilungen oder Projekte. Die Unterschiede liegen vor allem in speziellen Stärken und Einschränkungen einzelner Tools.
Was zeichnet Slack laut Beitrag besonders aus?
Slack bietet private Nachrichten und eine gute Suchfunktion, mit der sich z. B. Dokumente wiederfinden lassen. In der kostenlosen Version sind Gruppenanrufe nicht verfügbar, und es können nur die jüngsten 10.000 Nachrichten angezeigt und durchsucht werden. Darüber hinaus ist die Kommunikation weiterhin möglich, nur die Suche/Anzeige ist begrenzt.
Wann ist Microsoft Teams besonders sinnvoll?
Teams ist besonders interessant, wenn bereits mit Office365 gearbeitet wird, da sich andere Office-Programme integrieren lassen (z. B. OneNote). Es unterstützt Audio-Mitschnitte und bietet praktische Optionen wie das Weichzeichnen oder Ersetzen des Video-Hintergrunds. Dadurch kann Teams als individueller, effizienter Arbeitsplatz genutzt werden.
Wofür eignen sich Discord und Teamspeak (TS) im Arbeitskontext?
Beide Tools kommen ursprünglich aus dem Gaming-Bereich und sind darauf ausgelegt, dass große Gruppen miteinander sprechen können. Man kann sich einloggen und in verschiedenen Kanälen „verweilen“, sodass man mitbekommt, wenn dort etwas passiert. In Discord sind zudem Screen-Sharing und Videochats möglich, es gibt aber ein Upload-Limit von 8 MB pro Datei.
Welche Besonderheiten haben GoToMeeting, Zoom und Skype im Vergleich?
GoToMeeting ist als virtueller Meetingraum gedacht: Teilnahme per Link, mit Desktop-Freigabe und Videokonferenzen; Audio-Mitschnitte sind möglich und die Moderatorenrolle kann weitergegeben werden. Zoom eignet sich für Videokonferenzen und Webinare, bietet in der kostenlosen Version Meetings mit bis zu 100 Personen, die auf 40 Minuten begrenzt sind, und gilt als stabil mit guter Verbindungsqualität. Skype ermöglicht zusätzlich eine eigene Telefonnummer, sodass man auch unterwegs zum Ortstarif erreichbar sein kann; Screen-Sharing wird unterstützt und Skype for Business ermöglicht Audio-Mitschnitte.





