Tipps & Tricks

Mit kostenlosen Tools auch im Homeoffice gut vernetzt bleiben

Corona hat das Arbeiten aus dem Homeoffice rasant vorangetrieben. Als persönliche Meetings und der Plausch an der Kaffeemaschine plötzlich wegfielen, brauchten wir bei Boho gute Alternativen. Wir haben einige Tools geprüft und stellen Euch heute unsere Favoriten hier vor.

Von Henrik Bröker

2 Oktober 2020, 12:32 Uhr

Die Auswahl an Kommunikationstools ist riesig. Ob Messenger, Dienste für Videokonferenzen oder die gute alte Email – jeder Kommunikationsweg hat Stärken, die ihn für bestimmte Aufgaben eigen. Ob sich das gesamte Team über eine gemeinsame WhatsApp Gruppe austauscht oder einen morgendlichen Jour fixe per Telefon abhält, ist am Ende des Tages völlig egal. Wichtig sind nur zwei Sachen: dass a) definiert ist, welches Tool für welchen Zweck genutzt wird. Zu viele Messenger im Auge behalten zu müssen, bringt nämlich Durcheinander in den Arbeitsalltag. Und b) dass es jedes Teammitglied nutzen kann – was sowohl die technische Komponente, als auch die schulische umfasst. Außerdem benötigen alle ein Headset, eine Webcam und eine gute Internetverbindung.

Einige Funktionen finden sich bei nahezu allen Anbietern: Live-Chats und die Möglichkeit, einzelne Teammitglieder über die Anwendung anzurufen (inkl. Videoübertragung). Auch die Möglichkeit, für verschiedene Themen, Abteilungen oder Projekte einzelne Kanäle einzurichten, gibt es oft. Bei den folgenden Vorstellungen möchte ich daher nur auf die wesentlichen Alleinstellungsmerkmale eingehen. Welches Tool auch immer es wird: achten Sie gegebenenfalls auf die DSGVO-Kompatibilität. 

Slack mit guter Suchfunktion 

Mit Slack ist es möglich, private Nachrichten an einzelne Teammitglieder zu schicken. Gruppenanrufe sind in der freien Version nicht verfügbar. In der kostenfreien Version können „nur“ die jüngsten 10.000 Nachrichten angezeigt und durchsucht werden. Auf diese Weise lassen sich beispielsweise Dokumente wiederfinden. Die Kommunikation ist über dieses Limit hinaus aber weiterhin problemlos möglich. 

Teams punktet mit Kompatibilität

Microsoft Teams ist Teil der Office365-Suite und daher besonders für diejenigen interessant, die bereits mit anderen Office-Komponenten arbeiten. In Teams lassen sich nämlich andere Programme integrieren, wie etwa das OneNote-Notizbuch. Auf diese Weise wird Teams zu einem individuellen und effizienten Arbeitsplatz. Audio-Mitschnitte werden unterstützt. Schön fürs Homeoffice: der Hintergrund lässt sich weichzeichnen oder durch eines der bereitgestellten Bilder oder eine eigene Fotos ersetzen. So bleibt das unaufgeräumte Arbeitszimmer verborgen.

Discord und TS zum Verweilen 

Discord und Teamspeak (TS) wurden eigentlich für Gamer entwickelt. Der Schwerpunkt liegt daher nicht auf dem Austausch von Daten, sondern darauf, dass große Gruppen miteinander reden können. In beide Anwendungen kann man sich einloggen und in verschiedenen Kanälen verweilen. Tut sich dort was, bekommt man es mit. In Discord sind auch Screen-Sharing und Videochats möglich, es hat aber ein Limit für das Hochladen von Dateien von 8 MB. Discord ist kostenlos. Teamspeak auch, allerdings fallen Kosten für den Server an.

GoToMeeting als virtueller Meetingraum 

GoToMeeting ist nicht zum Verweilen gedacht. Es handelt sich um einen virtuellen Meetingraum für Online-Besprechungen, Desktop-Freigabe und Videokonferenzen, dem man über einen Link beitreten kann. Audio-Mitschnitte sind möglich. Als GoToMeeting-Moderator können Sie Ihren Bildschirm teilen und die Moderatorenrolle bei Bedarf weitergeben. 

Zoom für Webinare und Videokonferenzen

Zoom bietet umfangreiche Funktionen für Videoanrufe. In der kostenfreien Version können Sie Videotelefonate mit bis zu 100 Personen starten, die allerdings nur 40 Minuten dauern dürfen. Wer mehr Zeit braucht, muss ein kostenpflichtiges Abo abschließen oder einfach ein neues Zoom-Meeting starten. Es zeichnet sich durch eine gute Verbindungsqualität aus und läuft sehr stabil.

Skype mit eigener Telefonnummer

Skype ermöglicht es, eine eigene Telefonnummer einzurichten. Damit sind Sie auch unterwegs für Daheimgebliebene zum Ortstarif erreichbar, die Sie vom Mobiltelefon oder Festnetz aus anrufen wollen. Rufen Sie mit Skype selbst Mobil- oder Festnetztelefone an, fallen Kosten an. Die sonstige Nutzung ist kostenlos. Skype unterstützt Screen-Sharing. Skype for Business ermöglicht Audiomitschnitte.

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