Kernaussagen
- Arbeit wird durch Digitalisierung orts- und zeitunabhängiger, sodass Homeoffice, mobiles Arbeiten und Coworking Spaces an Bedeutung gewinnen.
- Künstliche Intelligenz und Robotik übernehmen zunehmend Routineaufgaben und unterstützen auch komplexere Tätigkeiten wie Planung, Organisation und Reparatur.
- Die Nutzung des Internets verändert sich weiter, etwa durch 3D-Brillen, die digitale Inhalte stärker in die analoge Welt integrieren.
- Gesundheit am Arbeitsplatz wird zu einem wichtigen Faktor im Recruiting, weshalb Unternehmen in ergonomische und bewegungsfördernde Lösungen investieren.
- Arbeitgeber müssen mehr Verantwortung für die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben übernehmen, etwa durch Kinderbetreuung, Betriebsärzte und Freizeitangebote.
Mobilität durch Digitalisierung
In einer vernetzten Welt, in der Daten und Informationen von überall erreichbar sind, muss sich niemand mehr zum Arbeiten an einem bestimmten Ort und einer bestimmten Zeit einfinden. Künftig arbeiten die Menschen von unterwegs oder von zuhause aus. Wer das Büro vorzieht, hält Meetings auf dem Dachgarten ab oder berät sich bei einem kurzen Spaziergang. Vielleicht gibt es physische Unternehmen bald gar nicht mehr. Edgar K. Geffroy beschreibt in seinem Buch „Herzenssache Mitarbeiter“ einen fiktiven Arbeitstag 2026: Architektin Susanne ist bei einer Firma mit etwa 24.000 Angestellten angestellt, die keine eigenen Räumlichkeiten mehr unterhält. Sie arbeitet zu 90 Prozent von zuhause aus, den Rest erledigt sie in Coworking Spaces. Über Ultra-High-Speed-Netzwerke stehen alle miteinander in Kontakt.

Effizienz durch Automatisierung
Künstliche Intelligenz kann nicht mehr nur Rechenleistung abnehmen, sondern ganze Arbeitsprozesse optimieren. Sie wird deshalb künftig bei Routinetätigkeiten wie der Fertigung, dem Verpacken, der Buchhaltung, der Datenverarbeitung oder der Qualitätskontrolle ebenso zum Einsatz kommen, wie bei Nicht-Routine-Tätigkeiten wie dem Autofahren, der Reparatur, der Planung oder der Organisation. Künftig arbeiten wir mit Robotern zusammen. Einer sitzt bereits am Empfang der Nanyang Technological University in Singapur, der 30 Sprachen spricht. Auch wird sich die Art und Weise, wie wir das Internet nutzen und erfahren, nachhaltig verändern. Künftig ist die digitale Welt nicht mehr an einen Zugang mit Monitor gebunden. Mit 3D-Brillen binden wir das Internet praktisch in die analoge Welt ein.

Gesundheit als Recruiting-Instrument
Gesundheit ist der vielleicht größte Trend unserer Zeit. Sport, Entspannung und eine ausgewogene Ernährung entsprechen dem Zeitgeist. Erwerbstätige fordern ein, dass Arbeitsbedingungen keinen schädlichen Einfluss auf ihre Gesundheit haben oder – besser noch – ihre Gesundheit fördern. Deshalb werden es sich Unternehmen künftig einiges kosten lassen, ihre Angestellten fit zu halten. Die größte Gesundheitsgefahr ist in den meisten Betrieben mittlerweile das lange Sitzen. Jeder Zweite der fast nur im Sitzen Arbeitenden würde sich gerne mehr bewegen, zeigt eine Befragung der Techniker Krankenkasse aus dem Jahr 2016. Einiges ist bereits passiert: Jeder vierte Beschäftigte findet einen ergonomischen Arbeitsplatz zum Beispiel mit Sitz-Steh-Tisch vor.

Unternehmen mit Verantwortung
Das alte Streitthema Work-Life-Balance kommt auch in Zukunft nicht aus der Mode. Wenn der Arbeitgeber seine Mitarbeiter auch nach 17 Uhr noch braucht, wird es schwierig mit dem Arzttermin. Unternehmen werden also mehr Angebote für Kinderbetreuung, Betriebsärzte oder Freizeitangebote schaffen müssen.
FAQ – Häufige Fragen zum Thema
Wie verändert die Digitalisierung den Arbeitsort in der Zukunft?
Arbeit wird laut Beitrag deutlich mobiler und weniger an feste Orte und Zeiten gebunden sein. Menschen arbeiten verstärkt von zuhause, unterwegs oder in Coworking Spaces und bleiben über schnelle Netzwerke miteinander verbunden.
Welche Rolle spielt Automatisierung in der zukünftigen Arbeitswelt?
Künstliche Intelligenz übernimmt nicht nur Rechenleistung, sondern optimiert ganze Arbeitsprozesse. Sie kommt dabei sowohl bei Routinetätigkeiten wie Buchhaltung oder Qualitätskontrolle als auch bei Aufgaben wie Planung, Organisation oder Reparatur zum Einsatz.
Werden Menschen künftig mit Robotern zusammenarbeiten?
Ja, der Beitrag beschreibt die Zusammenarbeit mit Robotern als Teil der zukünftigen Arbeitswelt. Als Beispiel wird ein Roboter am Empfang einer Universität in Singapur genannt, der 30 Sprachen spricht.
Wie verändert sich die Nutzung des Internets im Arbeitsalltag?
Die digitale Welt wird laut Beitrag künftig nicht mehr nur über einen Monitor zugänglich sein. Mit 3D-Brillen kann das Internet stärker in die analoge Welt eingebunden werden, wodurch sich die Nutzung im Arbeitsalltag nachhaltig verändert.
Warum wird Gesundheit am Arbeitsplatz für Unternehmen wichtiger?
Gesundheit gilt im Beitrag als großer gesellschaftlicher Trend und als wichtiges Recruiting-Instrument. Beschäftigte erwarten, dass Arbeit ihre Gesundheit nicht beeinträchtigt und idealerweise sogar fördert.
Welche Bedeutung haben ergonomische Arbeitsplätze in diesem Zusammenhang?
Langes Sitzen wird als eine der größten Gesundheitsgefahren in vielen Betrieben beschrieben. Ergonomische Arbeitsplätze, zum Beispiel mit Sitz-Steh-Tisch, sind daher eine wichtige Maßnahme, um mehr Bewegung in den Arbeitsalltag zu bringen.
Welche Verantwortung haben Unternehmen für die Work-Life-Balance ihrer Mitarbeitenden?
Unternehmen müssen laut Beitrag stärker auf die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben achten. Dazu können Angebote wie Kinderbetreuung, Betriebsärzte oder Freizeitangebote beitragen, wenn Beschäftigte auch nach regulären Arbeitszeiten gebraucht werden.






