- Schlechte Beleuchtung am Arbeitsplatz kann Müdigkeit, sinkende Leistungsfähigkeit, Augenbeschwerden, Kopfschmerzen und schnellere Ermüdung verursachen.
- Ungünstige Lichtverhältnisse fördern Fehlhaltungen (z.B. durch Ausweichen vor Spiegelungen) und können Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich auslösen.
- Ein gutes Beleuchtungskonzept kombiniert Tageslicht, indirekte Deckenbeleuchtung für Grundhelligkeit und direkte Schreibtischlampen für individuelle Bedürfnisse.
- Für optimale Nutzung von Tageslicht sollten Schreibtische möglichst parallel zum Fenster stehen, während direkte Sonneneinstrahlung auf den Monitor vermieden wird; Sichtverbindungen nach draußen entlasten die Augen.
- Schreibtischlampen sollten verstellbar sein und mindestens 500 Lux liefern (besser 1.500 Lux); als Lichtfarbe eignen sich warmweiß, neutralweiß oder tageslichtweiß, während gelbliches Licht am Schreibtisch zu vermeiden ist.
Ergonomisches Arbeiten dank richtiger Beleuchtung
Oftmals wird im Zusammenhang mit ergonomischem Arbeiten zunächst an Bürostuhl, Schreibtisch und Monitoreinstellung gedacht. Eine essentielle Rolle für gesundes Arbeiten spielt aber auch die Beleuchtung. Um motiviert, konzentriert und leistungsfähig zu bleiben, gilt es den Arbeitsplatz so gut wie möglich auszuleuchten, denn die Auswirkungen von Licht auf die Psyche und die Physiologie des Menschen sind immens.

Folgen von schlechten Lichtverhältnissen am Arbeitsplatz
Tageslicht ist für den Menschen lebenswichtig. Es steuert den biologischen Rhythmus und beeinflusst unsere psychische Verfassung. Dunkelheit führt zu Müdigkeit und somit zu verminderter Leistungsfähigkeit, sie schwächt das Immunsystem und drückt die Stimmung. Unzureichende oder schlechte Beleuchtung am Schreibtisch hat gesundheitliche Folgen. Besonders die Augen leiden, denn sie müssen das fehlende Licht durch große Anstrengungen ausgleichen. Brennende Augen, eine Verschlechterung der Sehkraft, Kopfschmerzen und schnellere Ermüdung sind die Folgen. Darunter leiden Konzentration und Leistungsfähigkeit. Auch Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich entstehen, wenn versucht wird, beispielsweise Lichtspiegelungen durch Fehlhaltungen auszuweichen. Optimale Lichtverhältnisse hingegen ermöglichen es Körper und Geist, sich ganz auf die eigentlichen Arbeitsaufgaben zu konzentrieren. Man wird leistungsfähiger und effektiver, was Motivation und Zufriedenheit steigert.

Der richtige Beleuchtungs-Mix im Büro
Tageslicht ist die erste und wichtigste Lichtquelle am Arbeitsplatz und sollte effektiv zur Beleuchtung eingesetzt werden. Kombiniert wird das einfallende Tageslicht mit indirekter Beleuchtung in Form von gut verteilten Deckenlampen, die zur Erhellung des gesamten Raumes dienen. Besonders an dunkleren Tagen mit fehlendem Tageslicht sollten diese konstant eingeschaltet bleiben und dem Raum seine Grundhelligkeit geben. Die dritte Säule eines guten Beleuchtungskonzepts ist die direkte Beleuchtung. Hier werden Schreibtischlampen gezielt eingesetzt, um an jedem Arbeitsplatz individuelle Beleuchtungsbedürfnisse zu erfüllen.
Tipps für die optimale Arbeitsplatzbeleuchtung
Eine ausgewogene Licht- und Helligkeitsverteilung in den Arbeitsräumen lässt sich mit den folgenden Tipps realisieren.
Tageslicht optimal nutzen
Schreibtische sollten, wann immer es möglich ist, parallel zu einem Fenster positioniert werden, um die stimulierende Wirkung des Tageslichts zu nutzen. Direkte Sonneneinstrahlung auf den Monitor ist dabei aber unbedingt zu vermeiden. In größeren Räumen mit mehreren Arbeitsplätzen können Oberlichter, Glaswände und offene Raumkonzepte den natürlichen Lichteinfall fördern. Eine Sichtverbindung ins Freie schafft Ruhepunkte für das Auge.

Alternativen zum Tageslicht schaffen
In Großraumbüros oder Räumen ohne Fenster, kann nicht ausreichend Tageslicht eingefangen werden. Spezielle Tageslichtlampen können die positiven Effekte natürlichen Lichts aber trotzdem in das Büro holen. Diese Lampen sollten den Arbeitsplatz immer von oben beleuchten, um den natürlichen Lichteinfall zu imitieren.
Indirekte Beleuchtung gezielt im Raum verteilen
Deckenlampen sollten seitlich über den Arbeitsflächen positioniert werden, um unangenehme Reflexionen auf den Schreibtischflächen zu vermeiden. Mehrere Lampen sind besser, als eine große Lichtquelle, da sie im Raum für ein gleichmäßiges Licht sorgen und das visuelle Sehen fördern.
Schreibtischlampen erfüllen individuelle Bedürfnisse
Jeder Mensch hat andere Lichtbedürfnisse, die durch eine eigene, verstellbare Leuchte an jedem Arbeitsplatz erfüllt werden können. Wichtig ist hier besonders auch die Beleuchtungsstärke. Ein Minimum von 500 Lux sollte gegeben sein, besser sind 1.500 Lux, um optimale Beleuchtungsverhältnisse schaffen zu können.

Die passende Lichtfarbe wählen
Die Farbtemperatur, auch Lichtfarbe genannt, wird in Kelvin gemessen. Je nach Kelvin-Zahl hat Licht andere Effekte auf den Menschen. Für einen Arbeitsplatz sollte das Licht weiß sein und einen gewissen Blauanteil haben, um Tageslicht möglichst nahe zu kommen. Warmweiß, Neutralweiß oder Tageslichtweiß sind besonders geeignet. Gelbliches Licht sollte am Schreibtisch vermieden werden, da es den Körper in den Ruhemodus fährt und zur Entspannung dient.
FAQ – Häufige Fragen zum Thema
Warum ist die Beleuchtung am Arbeitsplatz für ergonomisches Arbeiten wichtig?
Die Beleuchtung beeinflusst sowohl die Psyche als auch die Physiologie des Menschen und ist entscheidend für Motivation, Konzentration und Leistungsfähigkeit. Schlechte Lichtverhältnisse belasten die Augen, führen zu Ermüdung, Kopfschmerzen und Verspannungen, während optimale Beleuchtung das Arbeiten angenehmer und effektiver macht.
Welche gesundheitlichen Folgen können schlechte Lichtverhältnisse am Schreibtisch haben?
Unzureichendes Licht führt zu erhöhter Anstrengung der Augen, was brennende Augen, Sehminderung und Kopfschmerzen verursachen kann. Außerdem verringert es die Konzentration und Leistungsfähigkeit und kann Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich durch Fehlhaltungen fördern.
Wie setzt man Tageslicht am besten am Arbeitsplatz ein?
Schreibtische sollten möglichst parallel zu Fenstern stehen, um das Tageslicht optimal zu nutzen. Direkte Sonneneinstrahlung auf Bildschirme ist zu vermeiden, um Blendungen zu verhindern. Offen gestaltete Räume, Oberlichter oder Glaswände können den Lichteinfall zusätzlich verbessern und bieten Ruhepunkte für die Augen.
Was kann man tun, wenn im Büro nicht ausreichend Tageslicht vorhanden ist?
In fensterlosen oder schlecht belichteten Räumen helfen Tageslichtlampen, die positive Wirkung natürlichen Lichts zu simulieren. Diese Lampen sollten von oben auf den Arbeitsplatz strahlen, um den natürlichen Lichteinfall nachzuahmen und die Grundhelligkeit zu gewährleisten.
Wie sollte indirekte und direkte Beleuchtung im Büro geplant werden?
Indirekte Beleuchtung erfolgt durch mehrere Deckenlampen, die seitlich über Arbeitsflächen verteilt werden, um Reflexionen zu vermeiden und eine gleichmäßige Raumhelligkeit zu erzeugen. Direkte Beleuchtung erfolgt über individuell verstellbare Schreibtischlampen, die für ausreichend Beleuchtungsstärke (mindestens 500 Lux, ideal 1.500 Lux) am Arbeitsplatz sorgen.
Welche Lichtfarbe eignet sich am besten für den Arbeitsplatz?
Am besten eignet sich weißes Licht mit einem hohen Blauanteil, das Tageslicht nachahmt. Warmweißes oder gelbliches Licht sollte am Arbeitsplatz vermieden werden, da diese Lichtfarben den Körper eher in den Ruhemodus versetzen und das Arbeiten erschweren. Neutralweiß oder Tageslichtweiß sind besonders empfehlenswert.






